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J. J. THURZO – der erste slowakische Seekapitän

JÚLIUS JURAJ THURZO – der erste slowakische Seekapitän, Größe der Weltmeere

J. J. Thurzo mit der Besatzung am Bord des Schiffes HieronymiJúlius Juraj Thurzo wurde am 21. Februar 1882 in Detva geboren. Er war ein Fortsetzer des verzweigten Geschlechtes Thurzo aus Radvaò, die von Generation zu Generation das Handwerk der Pulverherstellung weitergegeben haben. Die Tradition brach erst der Großvater von Július Thurzo, Ján, geboren im Jahre 1803, der Tischlermeister war. Der Vater von Július, Ján Daniel Thurzo, war schon Zunftmeister des Gaus. Nach dem Tod von seiner Frau Rosina, geboren Rochová, die ihm im Jahre 1880 starb, heiratete er zum zweiten Mal Katarína Gondová aus Detva, geboren am 5. März 1859.
Ihnen sind in Detva drei Kinder geboren: die Tochter Mária, der Sohn Július und die Tochter Anna. Ihr Vater wurde später nach Brezno verlegt, wo er am 2. Februar 1893 an Lungenentzündung starb, er ist auf dem dortigen Friedhof auch begraben.
Nach dem Tode des Vaters zog die Familie nach Banská Bystrica, wo es größere Verdienstmöglichkeiten gab.
Die Mutter, geboren in Detva, stickte und außer dem verdiente sie mit dem Kochen für Studenten hinzu. Gleich nach der Ankunft nach Banská Bystrica ließ sie den Sohn in niedrigere Gymnasiumklasse einschreiben, wo seine Schlagfertigkeit und Begabung bestätigt wurde.
Július wurde aber bewusst, dass er alles dafür machen muss, um seiner Mutter zu helfen, die den Kindern angemessenes Leben und Ausbildung zu sichern versuchte. Und so als ein Prospekt der Ungarischen Seeakademie in Fiume, (heute Rijeka) in seine Hände gelang, wo ein kostenfreies Studium mit der Möglichkeit später Schiffskapitän zu werden, angeboten wurde, war er von dieser Perspektive begeistert. Professor Ján Kme unterstützte seinen Antrag, weil er über eine seltene Kombination der Eigenschaften vom fleißigen Studenten mit ausgezeichneten physischen Voraussetzungen verfügte. Das Studium in Fiume schloss er erfolgreich mit ausgezeichnetem Leistungsstand im J. 1900 ab. Auch auf solche Weise bedankte er sich bei seiner Mutter, die ihn während des Studiums finanziell unterstützte.
Ein notwendiger Bestandteil der Vorbereitung eines künftigen Kapitäns war harte Praxis auf Dampfschiffen und Segelschiffen, und so erinnerte er sich beim Befahren der Seen oft an seine Mutter und seine große Liebe Kornélia Petrikovichová aus Radvaò.
In zahlreichen gerade an sie adressierten Briefen erinnert er sich an gemeinsame Momente, aber er bewertet auch sensibel das schwere Leben der Seeleute am Meer: „ ...Wenn ich das Ganze beschreiben wollte, müsste ich viel schreiben, die Wahrheit schreibe ich nicht und das, was nicht wahr ist, kann ich nicht schreiben.“ (aus der Hinterlassenschaft von Július Juraj Thurzo – aus einem Brief an seine Mutter 27. 4. 1901).
Er arbeitete an vielen Schiffen, er erlebte einen Schiffbruch, viel Kälte, kalten Wind, Regen, nicht selten hungerte er. Seine Arbeitszeit war vierundzwanzig Stunden am Tag und der Verdienst war elend. Es war nämlich bekannt, dass der Dienst an ungarischen Schiffen in ganzem Europa am schlechtestens bezahlt war. Die Dampfschiffahrtsgesellschaften wurden auf solcher Weise leicht reich dank der Schufterei und aufreibender Arbeit der Besatzungen, die oft ihre Leben riskierten, um die Fracht ins Ziel zu liefern.
Am 27. Januar 1903 wurde Július Thurzo nach der Ablegung der Offizierprüfung zum Leutnant der Handelsschifffahrt. Nach dem Dienst auf dem Segelschiff Ausilio legte er Kapitänsprüfungen ab und am 31. März 1906 bekommt er in Fiume ein Diplom eines Kapitäns für lange Fahrten.
In seinem harten Leben war gewiss eins der schönsten Ereignisse die Eheschließung mit der geliebten Kornélia am 25. November 1906, damit sie sich zusammentreffen und wieder vor langen Reisen verabschieden.
Nach dem ersten Weltkrieg, den er bei der Kriegsmarine abdiente, konnte er lange keine angemessene Arbeitsstelle finden, weil die neu entstandene Tschechoslowakische Republik ein Binnenstaat ohne Zugang zum Meer war. Ende Oktober 1919 nahm er die Stelle des Fahrtberaters auf der Tschechoslowakischen Botschaft in Belgrad an. Im Jahre 1923 kehrt er allerdings nach Bratislava zurück und beginnt am Fluss- und Fahrtamt für das Donaugebiet zu arbeiten, er wird zum Hafenkapitän und später Direktor von diesem Amt.
Währenddessen blieb er von anderen Schicksalschlägen nicht verschont – am 21. Dezember 1911 stirbt sein kleiner Sohn Julko aber es ist noch nicht alles, in schweren Jahren des Zweiten Weltkrieges traf sein empfindliches Herz der Tod von zwei kleinen Enkeltöchtern, die bei einem Eisenbahnunfall auf Orava ums Leben kamen. Kurz danach starb auch ihre Mutter im Jahre 1943 – die Tochter von J. J. Thurzo, Gabriela Jurkovièová, an Folgen der Verletzungen nach dem Eisenbahnunfall, bei dem sie vorher ihre Kinder verlor.
Den Schmerz und das große Leiden vertreibt der Kapitän mit der Arbeit, er schreibt Reiseerinnerungen, die allerdings erst nach seinem Tod im Jahre 1973 unter dem Titel An den Weltmeeren erschienen.
Der Seekapitän, die Größe der slowakischen Schifffahrtgeschichte, ein Geborener aus Detva – das war Július Juraj Thurzo. Sein edelmütiges Herz hörte am 16. Februar 1950 in Banská Bystrica im Alter von 68 Jahren auf zu klopfen.
Verarbeitet unter Verwendung des Buches An den Weltmeeren, 1973.
Nähere Informationen finden Sie im Museum der Region Podpo¾anie
www.kcdetva.sk/sk/Category/19/Category/23/Podpolianske%20múzeum.proxia
 

KONTAKT
Andrej-Sládkoviè-Kulturzentrum - Museum der Region Podpo¾anie
Adresse:       Partizánska ulica 63, 962 12 Detva
Tel.-Nr.:         045 / 54 55 212
E-mail:          muzeum@kcdetva.sk 
Homepage: www.kcdetva.sk/sk/Category/19/Category/23/Podpolianske%20múzeum.proxia


In Detva, 2010
Aktualisiert am 20.05.2013
Text: PaedDr. Renata Babicová, Museum der Region Podpo¾anie
Grafik: Bc. Elena Mõhlbergerová, Museum der Region Podpo¾anie
Übersetzung: Mgr. Natália Ïurníková
Quelle: Verarbeitet unter Verwendung des Buches An den Weltmeeren, 1973


 
J. J. Thurzo
 J_J_Thurzo.pdf (168.2 kB) J_J_Thurzo.pdf (168.2 kB)

 

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15.10.2018
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